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Viren als Kontaminanten

Viren als Kontaminanten

Viren sind kleine, infektiöse Partikel, die in der Regel nur mit dem Elektronenmikroskop zu sehen sind. Sie liegen unterhalb der zellulären Ebene und können sich daher nicht selbst reparieren oder vermehren. Dazu brauchen sie eine geeignete Wirtszelle, deren Stoffwechsel sie übernehmen. Wegen ihrer geringen Größe sind sie in Kulturen schwer nachzuweisen und im Zellkulturlabor schwer aus Reagenzien zu entfernen. Da die meisten Viren auf bestimmte Wirtszellen angewiesen sind, befallen sie Zellkulturen anderer Spezies in der Regel nicht. Trotzdem können viral kontaminierte Kulturen die Gesundheit des Laborpersonals gefährden, vor allem bei der Arbeit mit menschlichen Zellen oder Primatenzellen. Falls erforderlich, lassen sich Virusinfektionen in Kulturen mittels Elektronenmikroskopie, Immunzytochemie, ELISA oder Polymerase-Kettenreaktion (PCR) nachweisen.

Hat das Labor mit Hepatitis-B-Viren, Zytomegalieviren, Pockenviren usw., mit Tieren (Nagern, Affen), Dialyse- oder Transplantationseinheiten, Bluttransfusionsgeräten oder Dentaleinheiten zu tun, kann sich das Personal infizieren. Eine virale Kontamination kann ein ernstes Problem sein und erfordert sachgerechte Handhabung und Sterilisation. Eine Dampfsterilisation (feuchte Hitze) bei 121 °C (250 °F) und 15 psi über mindestens 15 Minuten sollte genügen. Große Flüssigkeitsflaschen und Instrumente, die in mehreren Lagen verpackt sind, brauchen längere Zyklen, bis sie die erforderliche Temperatur erreichen.

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